Zum Brauen werden die klassischen Bierrohstoffe Hopfen, Malz, Wasser und Hefe verwendet.
Wasser: Frisch, rein und kalkarm. Ist Wasser zu hart, wird das Bier bitter und dunkler.
Malz: Gerste stellt den Hauptrohstoff. Für die Weiterverarbeitung zu Malz muss sie einen grossen Stärkeanteil und einen geringen Eiweissanteil aufweisen.
Hopfen: Weibliche Hopfenpflanzen bilden mit ihren Dolden Bitterstoff. Hopfen ist zuständig für die biologische Haltbarkeit des Bieres, ebenso für die Haltbarkeit des Schaums und den zartbitteren Geschmack.
Hefe: An Früchten und überall, wo zuckerhaltige Flüssigkeiten sind, gibt es Hefe. Diese ist zuständig für die Umwandlung von Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure während der Gärung.
Interessanter Unterschied: Obergärige Hefe schwimmt nach Abschluss der Hauptgärung bei höheren Temperaturen oben, untergärige Hefe sinkt bei tieferen Temperaturen ab.
Schritte zum Bier
1. Maischen: Beim Quetschen geben die aufgebrochenen Gerstenkörner das Innere des Malzes einschliesslich des Zuckers frei. Dieser «Schrot» wird im Maischebottich mit heissem Wasser vermischt und als Maische weiterverarbeitet. Das dickflüssige Gemisch wird etwa ein bis vier Stunden in einzelnen Temperaturschritten, der Brauer spricht von Rasten, erhitzt und die Verzuckerung beginnt.
2. Abläutern: Nach dem Maischen werden die Feststoffe entfernt und als Treber für die Futtermittelindustrie vermarktet. Übrig bleibt die Würze, eine sirupartige Flüssigkeit.
3. Brauphase: Die Würze wird nach dem Abziehen im Läuterbottich in der Sudpfanne erwärmt. Die eigentliche Brauphase beginnt mit dem Hinzufügen des Hopfens. Die Mischung wird rund 60 Minuten bei 97 Grad Celsius gekocht und die Würze danach im Whirlpool geklärt.
4. Kühlung: Im Kühlschiff oder heute mit einem Plattenkühler wird die Würze abgekühlt und für die Gärung vorbereitet.
5. Gären: Hefe kommt nun hinzu. Sie braucht eine bestimmte Temperatur, um optimal wirken zu können und wandelt den Zucker in Alkohol.
6. Reifen: Nach der ersten Gärphase kommt das Jungbier in die Reifetanks, wo es seinen feinen Geschmack entwickelt und sich die Kohlensäure mit dem Bier bindet.

